Klinik in Lemberg (Lwiw),

Ein OP-Mikroskop für die Ukraine 

Lemberg, das heutige Lwiw, ist eine Stadt im Westen der Ukraine, rund 70 km von der polnischen Grenze entfernt. Eine Stadt mit bewegter Vergangenheit, denn Spuren ihrer österreichisch-ungarischen und polnischen Geschichte sind an der Architektur zu erkennen, die mittel- und osteuropäische sowie italienische und deutsche Stilrichtungen vereint. Heute ist auch diese Stadt von den Auswirkungen des russischen Überfalls auf das Land betroffen, denn hierher – in den relativ sicheren Teil des Landes - werden viele der schwerstverletzten Opfer der grausamen Kriegshandlungen gebracht. Seit dem 24. Februar 2022 hat dieser Krieg bereits Abertausende Menschenleben gefordert und noch mehr physische wie psychische Verletzungen bei den Menschen verursacht. Und das Leiden dieser Menschen dauert an, ein Ende ist nicht absehbar. Daher hat sich die MARGARETE MÜLLER-BULL STIFTUNG für die großzügige Unterstützung einer Klinik in Lwiw entschieden, die sich mit den kompliziertesten Operationen befasst. Damit solche Eingriffe sicher und damit auch erfolgreich durchgeführt werden können, ist für die dort arbeitenden Chirurgen ein OP-Mikroskop beschafft und als Spende in die Klinik geliefert worden. Es bietet eine bessere Ausleuchtung des OP-Bereichs, erleichterte Arbeitsbedingungen und verbessert die Ausbildungssituation für Assistenzen. So kann unter dem OP-Mikroskop, das eine bis zu 17-fache Vergrößerung ermöglicht, eindeutig zielgenauer und schonender operiert werden als es mit dem bloßen Auge möglich wäre. Das Risiko, dass durch den Eingriff gesundes Gewebe geschädigt werden könnte, kann durch die Mikrochirurgie wesentlich vermindert werden. Mit dieser Spende konnte die MARGARETE MÜLLER-BULL STIFTUNG zumindest für den medizinischen Bereich einen wertvollen und effektiven Beitrag leisten. Für das immer noch andauernde schreckliche Kriegsgeschehen in der Ukraine aber können wir nur - wie alle anderen auch - auf ein baldiges Ende hoffen. Und damit auch auf ein Ende des Leids und der Gewalt.