Die Chance auf Bildung, und damit die Hilfe zur Selbsthilfe,

verhindert Armut und Elend nachhaltig!


Der Rohbau des Margarete-Müller-Bull-Trainingscenters in Badalgaun, für den im Oktober 2014 mit der Finanzierungszusage unserer Stiftung der Grundstein gelegt werden konnte, war bereits weit vorangeschritten, als im April 2015 das verheerende Erdbeben Nepal erschütterte. Zwar hatte der auf Erdbebensicherheit ausgelegte Bau diese Naturkatastrophe unbeschadet überstanden, aber nun musste das Gebäude den Dorfbewohnern verständlicherweise zunächst als Notunterkunft dienen. Die weiterführenden Baumaßnahmen aber wurden durch die Folgen einer Grenzblockade an der indisch-nepalesischen Grenze behindert, welche dann dringend benötigte Baumaterialen und Treibstoffe nicht durchkommen ließ.

Am 24. März 2016, nach Überwindung all dieser Schwierigkeiten, konnte der Vereinsvorsitzende Andreas Falk mit einem feierlichen Akt der Einweihung das neue MMB-Trainingscenter seiner Bestimmung übergeben – der Schulung von Fachkräften für die MGML-Methode („Multi-Grade Multi-Level  Learning“). Diese Lehr- und Lernmethodik verzeichnet inzwischen so große Erfolge, dass mehr als 70 Schulen landesweit in ihrem Lerntransfer darauf bauen – und damit auch der Bau dieses Trainingscenters für Lehrkräfte dringend erforderlich wurde. Dies setzt konsequent unsere Hilfe zur Selbsthilfe durch Chance auf Bildung fort, mit der wir schon 2012 den Bau einer Schule unterstützt hatten, die auf Basis dieser Methodik arbeitet. Mit dem neuen MMB-Trainingscenter steht nun ein Haus mit großem Schulungsraum, einem Konferenzzimmer, 3 Schlafräumen, einer Küche und weiteren Nebenräumen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften zur Verfügung – und damit auch als Garant für die Nachhaltigkeit in Sachen Bildung!

Ganz nebenbei leistet die Vorbereitung des Baugrundstücks auch noch einen Technologietransfer der besonderen Art: So musste der steile Hang, an dem der Bau errichtet wurde, zunächst einmal gegen Verrutschen abgesichert und stabil gemacht werden. Auf dem Bild schön zu sehen, ist die innovative und mit Stacheldraht verzahnte „Erdsackbauweise“, die inzwischen gerne kopiert wird.