Bildungschancen für Kinder 

in Syrien

Der syrische Krieg befindet sich mittlerweile in seinem achten Jahr. Ein baldiges Ende der Kampfhandlungen scheint nach wie vor nicht in Sicht.

Im vormals bildungsaffinen Syrien, in dem rund 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine weiterführende Schule besuchten, werden momentan die Zukunftschancen einer ganzen Generation aufs Spiel gesetzt. Die Situation im Land führt dazu, dass der Zugang zu Grundschul- und weiterführender Bildung extrem gesunken ist. Momentan besuchen ungefähr zwei Millionen Kinder in Syrien keine Schule. Der Zugang zu einer Berufsschulbildung hat um über 60 Prozent abgenommen. Auch die Arbeitslosigkeit ist seit Beginn des Krieges massiv angestiegen. Schätzungsweise kann 60 Prozent der arbeitsfähigen syrischen Bevölkerung im Moment keiner Arbeit nachgehen. Dies birgt kurz- wie auch langfristig eine große Gefahr der Verarmung einer ganzen Gesellschaft mit sich. 

Durch die Unterstützung der Margarete Müller-Bull Stiftung kann Caritas international in Rahmen eines Bildungsprojektes 1.200 Kindern und Jugendlichen, die aufgrund des Konflikts keine Schule besuchen sowie weiteren 1.050 Jugendlichen und Erwachsenen, die keine Ausbildung haben oder eine Umschulung anstreben, fördern. In einem viermonatigen Catch-up Kurs werden diese Kinder fit für den regulären Schulunterricht gemacht. Sie erhalten eine Schuluniform, notwendige Schulmaterialien sowie Pausensnacks. Gemeinsam mit anderen Kindern und den Erziehern gestalten sie ihre Freizeit. Jugendliche und Erwachsene ohne abgeschlossene Ausbildung und solche, die sich weiter qualifizieren möchten, bekommen die Chance an Life Skills-Aktivitäten teilzunehmen, die ihnen eine berufliche Tätigkeit eröffnen. Um die traumatischen Erlebnisse besser verarbeiten zu können, werden viele von ihnen psychologisch begleitet.